EXPED

EXPED

Posted on Mai 6, 2017 in Expedition

Bei EXPED ist ein Beitrag über meine Tour erschienen.

EXPED hat mich mit einem Teil des Materials ausgerüstet, dass ich während meinem „Weissen Band“ verwendet habe. Es hat sich alles bewährt! 🙂

Statistik

Statistik

Posted on Mai 3, 2017 in Expedition

Nach der Tour habe ich alle meine Daten ausgewertet. Hier ein paar Zahlen zu meiner Tour.

Distanz Grövelsjön – Treriksröset (Das Weisse Band) 1350 km in 32 Tagen

Treriksröset – Oinakka (Rückfahrt ins Schlittenhundecamp) 180 km in vier Tagen. (Wobei ich die ersten 14 km von Treriksröset nach Pältsa noch am 32. Tag fuhr.)

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Im Schnitt ergibt das einen Marathon (42km) pro Tag auf die gesamte Tour. Oder ziemlich genau 50km an jedem Tag, an dem wir tatsächlich unterwegs waren. Die grösste zurückgelegte Distanz war 79km von Aktse nach Teusajaure. 23km war die kürzeste Distanz auf dieser Tour. Es war die Strecke von Raukasjö über Slipsiken nach Klimpfjäll. Dafür war der Wind an diesem Tag so stark wie sonst nie auf dieser Tour. In Stekenjokk ganz in der Nähe (allerdings etwas höher gelegen) lag die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 33 m/s. Die Böenspitzen bei etwa 40 m/s. Bei mir war der Wind wohl etwas schwächer. Es hat gereicht!

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Total habe ich 225 kg Trockenfutter verfüttert. Dazu kamen ca. 25 kg Fleisch, das ich zu Beginn und am Ende der Tour als Snacks verfüttert habe. Im Schnitt bekam jeder Hund 790 g Trockenfutter pro Tag.

Auch Mensch bekam das eine oder andere Pack Trockenfutter. Die Erkenntnis aus dieser Erfahrung ist ganz einfach. Man kann sich davon ernähren, hat aber immer noch Hunger nach einer Portion und isst gerne ein zweites Pack oder sonst noch etwas.

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Tack så mycket! Vielen Dank!

Tack så mycket! Vielen Dank!

Posted on Apr 19, 2017 in Expedition

Diese lange Tour war nur möglich, weil mich viele dabei unterstützt haben. Es brauchte alle und alles um das Ziel zu erreichen. Herzlichen Dank euch allen !

Att genomföra en sån lång tur går bara för att många att hjälpt mig innan och efter vägen. Ni behövdes alla! Tack så mycket!

Den grössten Dank und Respekt haben die acht Hunde verdient. Sie haben Tag für Tag einen grossen  Einsatz geleistet. Ohne zu zögern haben sie jeden Morgen die nächste Etappe in Angriff genommen.

IMG_7367Foto: Mikael Rödin – von rechts nach links: Kosh, Lurvas, Volek, Mig, Heckler; verdeckt, Diesel, Addi und Riggu.

Ich danke / Jag tackar:

Mats Rullander – Jukkasjärvi Vildmarksturer

Kurt Gerber – EXPED

Liv Ljungström – Klättermusen

Göran Larsson – Oinakka Sleds

Fjällfararnas vitgrönabandet – Annica och Torkel Ideström

Åsa Nilsson, Malin Grankvist, Åsa Lindgren, Uwe Hürbüscher, Stefan Kvist Cirkel K Vilhelmina, Lena och Jan-Erik Jonsson, Margareta Stenmark, Lasse Magnusson, Pilgrimshotellet i Gäddede, Hotel Jänsmässholmen, Ammarnäsgården, Tom Wiklund, Björn Sandell, Mikael Rödin, Lars Hägglund, Gunnel Westman, Niklas Eriksson, Vreni Thurnheer, Heinz Aebersold, Rico und Michèlle Diethelm, Christoph Schürch, Dr. Susanne Zanner und last but not least Susanne Stiefel!

Oinakka

Oinakka

Posted on Apr 18, 2017 in Expedition

Seit vorgestern bin ich zurück in Oinakka. Die Rückfahrt von der Hütte in Pältsa (14 km südlich von Treriksröset) dauerte vier Tage. Ich habe die Tagesetappen etwas gekürzt. Das kam den Hunden und mir entgegen. Nach über dreissig Tagen unterwegs spürten alle eine gewisse Müdigkeit und die Muskeln wurden jeden Tag etwas steifer.

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Als ich in Pältsa startete hatte es über Nacht gute 10 bis 15 cm geschneit. Dazu windete es aus Osten. Die Voraussetzungen für die Schlussetappe waren suboptimal. Für die erst den Kilometer brauchten wir sehr lange. Im Windschatten war der Schnee sehr tief. Umso schöner war es in den Osthängen. Dort hatte der Wind den Schnee weggeblasen und einen recht harten Trail zurückgelassen. Mig und Kosh in Lead machten  ihre Sache so oder so gut und immer besser.

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IMG_1134Zwei Zeltnächte später erreicht ich Vieksalahti. Eine der Hütten von JVT. Der Tag hätte besser nicht sein können. Vielleicht 10 Grad unter null, schönes Wetter und harte Trails. Ein Traum!

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In Vieksa traff ich Thomas und Anke. Sie waren mit ihren Hunden nach der Saison noch ein paar Tage privat unterwegs. So ergab sich ein gemütlicher Hüttenabend. Thomas kochte fein und der Wein schmeckte wunderbar.

So blieben vorgestern noch gut zwei Stunden Fahrzeit übrig bis ich wieder zurück im Camp war. Die Hunde freuten sich offensichtlich nach Hause zu kommen und verschwanden schnell in den Hundehütten.

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Erst als ich mit Futter kam, tauchten sie wieder auf. Die Hunde sind unterschiedlich mager. Nicht alle gleich. Aber jeder darf gerne ein zwei Kilogramm zulegen.

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Nun bin ich am Aufräumen und das Material am Versorgen. Göran hat bereits meine Bremse repariert, die ich zu Beginn der zweiten Woche übel beschädigt hatte. Es gilt Abschied zu nehmen von den Hunden und den Menschen hier. Ende der Woche gehe ich auf den Zug. Ich fahre via Göteborg, nehme dort die Fähre nach Kiel und dann den ICE nach Zürich!

Vielen Dank allen  die mir gefolgt sind! 🙂

 

 

 

Treriksröset 

Treriksröset 

Posted on Apr 12, 2017 in Expedition

😊 Habe heute gegen Mittag Trereiksröset erreicht!

Eine super Leistung der Hunde!

Tack Addi, Diesel, Heckler, Kosh, Lurvas, Mig, Riggu, Volek.

Ich bin zu tiefst beeindruckt von ihrer Leistungsfähigkeit und dem Willen zu  rennen. Nur dank den acht Hunden konnte ich die Tour in dieser Zeit machen.

Im Moment erzählen die Bilder von den letzten Tagen.

 

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Abisko

Abisko

Posted on Apr 7, 2017 in Expedition

Habe heute mit acht zufriedenen Hunden Abisko erreicht. 60 km in sechs Stunden. Die Leistungsfähigkeit der Hunde beeindruckt mich immer wieder von neuem. Volek gab sein Comeback als Leithund. Seine Klasse wurde sofort deutlich. Hoffentlich ist er morgen wieder in guter Arbeislaune, wenn ich über den Torneträsk muss.

Abiskonationslpark

Schnee, Licht und Schatten entlang des Trails

Vorgestern stand ichvor diesem Problem. Schon während mehreren Kilometern hatte es immer wieder keinen Schnee. Hier lagen nur noch Steine. Die Lösung war einfach und unangenehm. Ich fuhr die paar Meter über die Steine. Der Belag wurde weniger. Noch reicht er. Ich habe Ersatz für den Fall der Fälle.

Inzwischen bin ich zum Selfiespezialisten geworden. Einen Selfiestick habe ich nicht. Meine Art ist aufwändiger. Ich stelle die Kamera bereit und mache Inteevallsufnahmen. Dann fahre ich ein Stück, halte die Hunde an und hole die Kamera so schnell wie möglich. Die Hunde wollen ja weiter …

Und dann hatte ich auch noch diese exotische Begegnung. Axel, ein junger Schwede, auf dem Fatbike südlich vom Tjäktjapass. 🤔

Menschen

Posted on Apr 3, 2017 in Expedition

Vielen Dank allen, die sich per Mail, Kommentarfunktion oder per Whatsup bei mir gemeldet haben. Ich freue mich über alle Grüsse und gute Wünsche. Leider schaffe ich es nicht immer zu antworten! Dafür bitte ich um Entschuldigung!

Unterwegs hatte ich die Gelegenheit alte Feunde wieder zu sehen. Das ist sehr schön. Auch nach vielen Jahren war der Kontakt schnell wieder da!


(Kevin, Lena, Tobias, Jan/Erik)

Eine sehr schöne Erfahrung ist es überall immer wieder willkommen zu sein. Auch mit acht Hunden. Sie schlafen zwar im Freien. Dennoch bellen sie manchmal und hinterlassen Spuren.



(Auf der „Wiese“vor dem Hotel Ammarnäsgården)

Nach Ammarnäs fuhr ich nach Adolfstroöm. Die Hunde liefen super. Nach rund 50 km fuhren wir auf einer sehr harten flachen Spur mit 15 km/h zum Dorf. Ich war sehr beeindruckt. Zu sehr?


Ich hielt an, um mich im Dorf zu orientieren. Das ist immer etwas knifflig, weil es meist an Wegweisern fehlt. Schon nach wenigen Minuten begannen die Hunde zu bellen und an den Leinen zu reissen. Ich entschied mich nach Jäckvik weiterzufahren.

Nach eineinhalb Stunden stand ich im Pieljekaise Nationalpark vor einer richtig deftigen Steigung! Plötzlich sehe ich wie Lurvas und Kosh nach rechts abbiegen statt gerade hoch zu gehen.

Sie hatten die Pieljekaisehütte entdeckt.

Für sie war klar, dass wir hier bleiben. Aber die Hütte ist nicht dafür gedacht. Ich wollte noch ein paar Kilometer weiter. Ein Telefongespräch mit dem Ranger klärte die Sache zu Gunsten der Hunde. Tom erlaubte mir ausnahmsweise hier zu übernachten! Tack så mycket!


Wo immer ich hinkomme, treffe ich auf freundliche, hilfsbereite Menschen! Das ist ein sehr wertvolles Erlebnis!

Ammarnäs – super Verhältnisse 

Posted on Mrz 30, 2017 in Expedition

Seit drei Tagen ist es kalt und schön. Die Trails sind weitgehend hart und einfach befahrbar. Entsprechend gut komme ich vorwärts. Seit Klimpfäll bin ich zweimal ungefähr 70 km gefahren. Heute waren es von Syterskalstuga bis Ammarnäs nochmals etwa 55 km. 

Die Hunde laufen wunderbar. Langsam kristallisieren sich die Rollen auf dieser Tour heraus. Fünf von acht Hunden sind in Lead gelaufen.

Meine Favoriten Volek und Diesel fallen dabei ab. Dafür begeistern mich Lurvas und Kosh. Mig zeigt sich ebenfalls als zuverlässig. Alle beginnen meine Kommandos zu verstehen.

(Pfotenpflege in Virisen)

Für morgen ist nochmals gutes Wetter angesagt. Für den ersten Nationalpark habe ich die Freigabe erhalten! Ich freue mich auf einen weitern schönen Tag auf dem Trail. Heute Abend geniesse ich den Komfort eines Hotels. Wahrscheinlich das letzte mal auf dieser Tour.

Klimpfjäll

Klimpfjäll

Posted on Mrz 27, 2017 in Expedition

Seit vorgestern geht es wieder vorwärts, nachdem ich lange mit dem vielen Neuschnee kämpfte. Nach Star Blåsjö gab es wieder gut befahrene Motorschlittenspuren. Am Freitag glaubte ich erst, es hätte aufgehört zu schneien. Ich hörte nichts mehr auf dem Zeltdach, weil es schon mit Schnee bedeckt war…

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(Der erste blaue Himmel nach den vielen Schneefällen!)

Inzwischen bin ich in Klimpfäll eingetroffen. Ich hatte mir immer vorgestellt, ich würde bei schönem Wetter über den Berg von Süden her hier ankommen und das ganze Tal wieder sehen, das ich so gut kenne. Gesehen habe ich wie der Schnee an mir vorbeifegte. Der Wind erreichte gut Sturmstärke (25 m/s). Die Hunde waren wenig begeistert und hielten zwei Mal an. Sie hätten sich am liebsten hingelegt.

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Ich musste sie überzeugen weiterzugehen. Dazu veränderte ich das Gespann. Auf dem halben Weg machte ich eine Pause in Slipsiken (Hütte). Einen Moment fragte ich mich dort, ob ich nicht bleiben sollte. Doch dann klarte es etwas auf, ohne dass der Wind nachliess. Unten im Tal kam mir Jan-Erik entgegen. Er hatte meine Fahrt über das Fjäll online verfolgt. http://share.findmespot.com/shared/faces/viewspots.jsp?glId=0IqHacczHpq6c4c6LhWA0XuYgqJy5BFsH

Am Tag zuvor erreichte ich Raukasjö, ein abgelegener Hof mit einem kleinen Café. Dort gibt es die besten Waffeln Schwedens. Sie werden nach den Sonntagsrezept gemacht. Schon der Teig besteht vor allem aus Schlagrahm. 🙂

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Viertel vor Vier war ich dort, um vier Uhr schliessen sie. Ich hatte Glück und genoss die schon lange eingeplante Waffel in vollen Zügen. Das zweite Glück war, dass es auch noch ein Bett frei hatte. So konnte ich die Fahrt nach Klimpfäll auf den Sonntag verschieben. Die Hunde hatten schon viel geleistet und die Nachtruhe mehr als verdient.

Heute Montag ist Ruhetag. Ich warte auf die kalten Nordwinde, die morgen einsetzen sollten. (Aktuell gibt es wieder einmal Rekordtemperaturen in Schweden.) Wenn der feuchte Schnee gefriert, bekomme ich eine perfekte Unterlage, um grosse Distanzen zurücklegen zu können. Ausgeruhte und wohl genährte Hunde sind die beste Voraussetzung, die ich schaffen kann. Ich freue mich!

 

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PS: Auf dem Bild im letzten Blog sind vier Hunde zu sehen. Diesel ist fast ganz zugeschneit.

 

 

Gäddede

Posted on Mrz 23, 2017 in Expedition

Es gibt Tage wie den letzten Sonntag. Er begann sehr kalt, die Sonne schien und alles passte. Den Abend zuvor hatte ich mit Margareta und Lasse verbracht. Das Essen im Hotel Holmen war ausgezeichnet. Vor allem das Vorspeisebuffet war hervorragend.

Margareta und Lasse brachten mir das Hundefutter für den zweiten Teil. Der Schlitten war also richtig schwer. Dennoch waren wir mit einer Leichtigkeit unterwegs, die mir gefiel. Sogar die kalte Luft fühlte sich weich an auf der Haut. So machte es Freude mit den Hunden unterwegs zu sein. Lurvas machte seinen Job als Leithund richtig gut und so war es ein einfaches einen perfekten Platz für den Lunch zu erreichen.

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Für die Nacht fand ich ausserhalb von Valsjöby ein Ort zum Campieren. Zu meiner Überraschung kam ein Jogger vorbei, mit dem ich mich kurz unterhielt.

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Von hier wollte ich in einem Tag über die Berge nach Gäddede. Die Rechnung ging gar nicht auf. Bis an die Waldgrenze hatte es Spuren von Schneemobilen, wie erwartet. Dann sollte windgepresster Schnee kommen. Beton nennen ihn die Schweden. Der war aber unter einer dicken Schicht Neuschnee begraben. Dieser wiederum war von einer eisigen Kruste überzogen, durch die wir bei jedem Schritt durchbrachen. Bei insgesamt 34 Füssen eine ziemlich mühsame Geschichte.

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Sie endete mit einer Übernachtung beim Lobbnesjö. Also weit oben auf den Bergen. Tags darauf windete und schneite es ziemlich. So entschied ich mich sicherheitshalber zu bleiben.

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(Wie viele Hunde liegen hier vor dem Schlitten?)

Die Abfahrt von dort war den Namen nicht wert. Weil der Schnee tief war, musste ich den Hunden bergab vorausgehen und ihnen eine Spur vorbereiten, so dass sie den Schlitten ins Tal ziehen konnte.

Inzwischen habe ich die Schwierigkeiten hinter mir und bin sicher in Gäddede angekommen. Hotel, Sauna und Essen sind wunderbar. Auf ein richtiges Bette freue ich mich jetzt schon, auch wenn ich mit dem Schlafkomfort auf meiner EXPED-Downmat sehr zufrieden bin.

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Voraussichtlich in zwei Tagen werde ich in Klimpfjäll ankommen. Dort, wo ich meine erste Schritte als Musher gemacht habe.  Ich bin gespannt, wie sich der Ort verändert hat.

PS: In meinen Team laufen acht Hunde: Lurvas, Volek, Mig, Kosh, Diesel, Addi, Riggu und Heckler. Mehr zu den Herren schreibe ich gerne später mal.